Reisebericht für Gäste: TUI Mein Schiff 2 / Kurzkreuzfahrt

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Reisebericht für Gäste: TUI Mein Schiff 2 / Kurzkreuzfahrt

Beitragvon KM » 1. Jun 2014, 20:31

Damit die vielen unregistrierten Gäste im KF2 wieder etwas Neues zum Lesen haben, stelle ich gern unseren Reisebericht hier im öffentlichen Bereich ein.
Viel Spaß dabei und vielleicht treffen wir uns im geschlossenen Forums-Bereich wieder, es warten viele Reiseberichte darauf, gelesen zu werden!




Reisebericht: TUI Mein Schiff 2 / Kurzkreuzfahrt / 05.2014 / KM & PetKla
© PetKla 05.2014

TUI Mein Schiff 2
29.05.2014 bis 01.06.2014


Kurzkreuzfahrt ab/bis Kiel

Ein Feiertag am Donnerstag, genau das Richtige für eine Kurzkreuzfahrt und in Kiel waren wir auch schon einige Zeit nicht mehr.
Die Route der Mein Schiff 2 war bei der Buchung nicht so wichtig, aber ein schönes Wochenende soll es auf jeden Fall werden.

28.05.2014 – Mittwoch – die Anreise
Wir machen etwas früher Feierabend und fahren ganz entspannt die 350 km nach Kiel. Der Parkplatz ist schon reserviert und unser Zimmer im Hotel am Schwedenkai ist auch gebucht. Nicht gerade ein Urlaubshotel, aber für die eine Nacht ausreichend.
In Kiel ist es ruhiger, als wir es in vergangenen Jahren kennen. Leerstand der Geschäfte, auch in guter Lage, gibt schon zu denken.
Wir gehen am Abend im Ratskeller essen. Eine gute Empfehlung und wir sind sehr zufrieden.
Das Wetter ist leider kalt und sehr windig geworden und so beenden wir unseren Kielrundgang.




29.05.2014 – Donnerstag – die Einschiffung
Strahlender Sonnenschein weckt uns am Himmelfahrtstag, Kiel erwacht.
Nach dem Frühstück gehen wir in das nebenan liegende Parkhaus und holen unseren Koffer. Die paar Meter zum Ostseekai laufen wir, wo Mein Schiff 2 bereits auf uns wartet. Unseren Koffer können wir bei der gut ausgeschilderten Gepäckannahme abgeben. Die Check-In-Zeit ist jedoch erst um 13 Uhr.
Wir machen also noch eine kleine Runde bis zum Norwegen Kai und wieder zurück vorbei am Schwedenkai zum Ostseekai.
Die Wartehalle hat sich inzwischen gefüllt und mit deutscher Gründlichkeit wird pünktlich um 13 Uhr mit dem Check-In begonnen. Ticket, Pass und Kreditkarte, kurz still halten für ein Foto und dann geht es an Bord der Mein Schiff 2. Kein Sektempfang und die Kabinen sollen erst um 15 Uhr freigegeben werden.
Also hoch auf Deck 11 zum Anckelmannsplatz, dem Buffet Restaurant. Es ist noch fast leer und so können wir ganz in Ruhe von der großen Auswahl unseren Mittags-Snack zusammenstellen.




Das Schiff
Die Mein Schiff 2, ehemals Celebrity Mercury, ist nicht mehr die Neueste, aber nur von außen. Die Innenräume erinnern nur durch ihre bauliche Anordnung an die Alte, jetzt wurde daraus ein Wohlfühl-Schiff. Das ist nicht nur ein Slogan, sondern man kann sich hier tatsächlich wohl fühlen. Alles ist gut gepflegt, vom Teppich bis Sessel.
Das gesamte Servicepersonal (von den SeaChefs, die auch für Hapag arbeiten) ist höflich und immer emsig bei der Erledigung der verschiedenen Aufgaben.




Die Kabine
Wir haben eine einfache Balkonkabine, die 9222. Ausreichend groß, vielleicht fehlt ein Tischchen vor dem Sessel. Ausreichend Stauraum in den Schränken und auch genügend Schubfächer in den Nachtischen und dem Schreibtisch. Im kleinen Bad eine Duschkabine, nicht dieser ewig überall klebende Duschvorhang. Auf dem Balkon zwei verstellbare, bequeme Stühle und ein kleiner Tisch.
Es gibt eine Nespresso Maschine für den Kaffee zwischendurch und eine Wasserkaraffe, die man am Wasserspender auf dem Gang nachfüllen kann. Energetische Edelsteine liegen bereit, um das Wasser etwas zu verbessern.
Zweimal am Tag kommt der Steward, fast unsichtbar, aber er erledigt alles perfekt.




Das Frühstück
Wie auf vielen Schiffen gibt es ein Bistro-Bereich für den Früh- und Spätaufsteher.
Im Hauptrestaurant kann gefrühstückt werden und am beliebtesten ist das Buffet-Restaurant Anckelmannsplatz. Hier kann es auch das Problem geben, einen freien Tisch zu finden, wenn zu viele Passagiere gleichzeitig kommen.
Große Brot und Brötchenauswahl, Wurst, Schinken, Käse, Fisch – alles in mehreren Sorten. Das gesunde Frühstück mit Yoghurt und Obst oder schon recht deftig mit Ei und warmen Fleisch, hier wird jeder nach seinem Geschmack etwas finden. Fruchtsäfte und viele Softdrinks aus dem Automaten und ein Kaffeeautomat, der auch Capuccino zubereitet. Mein persönlicher Geschmack ist diese Kaffeesorte jedoch nicht.




Das Mittagessen
Auch jetzt hat man die Wahl zwischen dem Hauptrestaurant Atlantik-Klassik und dem Anckelmannsplatz Buffet, zusätzlich gibt es noch die Grillstation für den Fast-Food-Liebhaber und das Gosch. Im Gosch sind höherwertige Gerichte kostenpflichtig, diese sind in der Speisekarte entsprechend markiert.




Das Abendessen
Die Wahl wie beim Mittagessen und zusätzlich noch die kostenpflichtigen Restaurants Richards (Feines Essen), Surf & Turf (Steakhouse) und Blaue Welt (Sushi).
Im Hauptrestaurant gibt es keine festen Essenszeiten, sondern innerhalb der Öffnungszeit geht man zum Eingang und lässt sich an einem freien Tisch platzieren. Ausreichend Platz ist zwischen den Tischen, so gibt es keine Rempeleien von vorbeigehenden Passagieren. Die Speisekarte ist übersichtlich. Es gibt zwei Kategorien mit jeweils fünf Gängen. Die Hauptgänge bieten immer zwei Varianten. Die eigene Menüfolge kann aus beiden Kategorien zusammengestellt werden, so ergibt sich z.B. eine Auswahl aus vier Hauptgängen.
Kleine Portionen sind schmackhaft zubereitet und optisch nett angerichtet. Leider sind die Gerichte nicht immer richtig heiß, da müsste die Organisation noch etwas besser funktionieren.




Die Getränke
Es gibt an Bord eine vielseitige Getränkekarte mit einem umfangreichen Angebot an alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken. Bei jeder Position steht entweder inkludiert oder der Preis. Der größere Anteil ist inkludiert und nur höherwertige Getränke sind mit Preisen versehen.
Man kann sich das gewünschte Getränk direkt an einem Bartresen geben lassen oder man wartet auf einen Kellner. Es wird in der Regel großzügig eingegossen und der Service kommt immer wieder vorbei und fragt nach einem Getränkewunsch.




30.05.2014 – Freitag – Göteborg
Vorbei an vielen kleinen Schären geht es zum Hafen der schwedischen Stadt Göteborg.
Bei schönem Wetter legen wir um 13 Uhr in dem Industriehafen an. Von hier kann man zu Fuß kein interessantes Ziel erreichen und so kaufen wir uns ein Ticket für den Shuttlebus. Für € 7,- p.P. fährt uns der Bus in 20 Minuten zum Zentrum. Hier starten auch die Hopon-Hopoff-Busse, jedoch ist vieles jetzt gut zu Fuß zu erreichen. Wir machen einen Rundgang durch die Turbulente Stadt. Vom Gustaf Adolf Platz gehen wir vorbei am Kronhuset zur Oper, von dort am Wasser entlang, vorbei an den vielen Schiffs-Oldtimern, die man auch besichtigen kann. In der Ferne sehen wir die MS Deutschland, sie hat direkt in der Stadt ein kleines Plätzchen zum Anlegen gefunden. Wir gehen in den Bezirk Haga, ein Altstadtbereich mit kleine Gassen und vielen Läden. Es geht kurz den Berg hoch zur Skansen Kronan. Hier hat man einen Blick über die Dächer von Göteborg. Durch die Parkanlagen geht es bis zu den Saluhallen (Markthallen). Hier beginnt die Shoppingzone, in allen Richtungen und alles voller Menschenmassen. Wir gehen weiter zum Stop des Shuttlebusses und sind froh, wieder bei Mein Schiff anzukommen.






31.05.2014 – Sonnabend – Kopenhagen
Pünktlich um 8 Uhr erreichen wir den Hafen von Kopenhagen. Kühl ist der Wind, aber als wir unseren Landgang starten ist die Sonne da und es werden 19° C.
Die MSC Poesia, Costa Luminosa und die Legend of the Seas liegen noch weiter vom Zentrum entfernt am Marmorkai. Die Celebrity Constellation liegt günstig an der Langelinie.
Kopenhagen kann man mit der Metro, dem Bus oder dem Hopon-Hopoff-Bus erkunden. Ein Tag reicht für diese schöne Stadt nicht, aber ein Rundgang zu einigen schönen Stellen muss einfach sein.
Wir wollen wieder einmal vom Hafen zu Fuß starten. Leider haben die Baustellen den uns bekannten Weg versperrt und wir müssen einen 20-Minuten Umweg gehen, um aus dem Hafenbereich heraus zu kommen.
Dann geht es bis zum Kastell und weiter bis zum Kanal. Immer wieder ein Abstecher zu den imposanten Gebäuden. Der Kanal ist bei dem schönen Wetter voller Menschen wir gehen langsam direkt am Wasser bis zur Kleinen Meerjungfrau. Das ist ein obligatorischer Besuch und von hier geht es am Fährhafen vorbei wieder zurück zu Mein Schiff.






01.06.2014 – Sonntag – die Ausschiffung
Wir erreichen um 7 Uhr den Hafen in Kiel und bereits um 8 Uhr ist das Gepäck zur Abholung im Gepäckzelt freigegeben. Die Kabinen sollen bis 9 Uhr geräumt sein und so genießen wir in aller Ruhe unser Frühstück im Anckelmannsplatz,der bis 11 Uhr geöffnet ist. Keine Einschränkungen in der Speisenauswahl, man hat nicht den Eindruck, hinausgeworfen zu werden. Bis 11 Uhr soll man von Bord gehen, wann genau, dass kann jeder für sich entscheiden. Das Gepäck steht gut nach Decks sortiert im Gepäckzelt. Taxis und der kostenfreie Shuttle-Bus zum Hauptbahnhof warten vor dem Ausgang.
Wir laufen den kurzen Weg zum Parkhaus und starten unsere Heimfahrt.

Kleine Hinweise
Kids
– Es gibt Bereiche mit Betreuung für Kinder / extra Kinderspeisen
Raucher
– Rauchen auf dem Balkon ist gestattet / es gibt ausgewiesene Raucherbereiche / eine Bar ist für Raucher, die Unschlagbar auf Deck 8 Mitte.
Theater
- Es gibt nur eine Vorstellung, Öffnung der Türen ca. 30 Minuten vor der Show
Kurzreise
- Eine Kurzreise wird gern von Vereinen oder Gruppen genutzt, das All-Inklusive-Angebot führt zum erheblichen Konsum

Fazit
Das Konzept von TUI Cruises macht Spaß und ist für jede Altergruppe geeignet. Die Kombination der freien Essenszeit in einem gut funktionierenden Bedienrestaurant ist sehr angenehm. Das Service-Personal macht einen motivierten Eindruck und spricht im Durchschnitt sehr gutes Deutsch. Der gute Zustand der öffentlichen Bereiche macht die Mein Schiff zum Wohlfühlschiff, Werbung die sogar stimmt und ich kann mir eine längere Kreuzfahrt auf der Mein Schiff 2 gut vorstellen.
Beim Preisvergleich ist die All-Inklusive-Leistung und die inkludierten Trinkgelder zu berücksichtigen.
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die erste Kreuzfahrt war mit: Norwegian Sea

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