Reisebericht für Gäste: Mariner of the Seas / Asien

Hallo Kreuzfahrt-Fan, Du bist zum ersten Mal hier und hast dich noch nicht registriert? Hier im Gäste-Bereich kannst du dich über unser Forum informieren und deine Fragen stellen ohne registriert zu sein. (öffentlicher Bereich)

Reisebericht für Gäste: Mariner of the Seas / Asien

Beitragvon KM » 19. Mär 2015, 22:34

Damit die vielen unregistrierten Gäste im KF2 wieder etwas zum Lesen haben, stelle ich gern unseren Reisebericht hier im öffentlichen Bereich ein.
Viel Spaß dabei und vielleicht treffen wir uns im geschlossenen Forums-Bereich wieder, es warten viele Reiseberichte darauf, gelesen zu werden!


Reisebericht: Mariner of the Seas / Asien / 03.2015 / KM & PetKla
© PetKla 03.2015

Mariner of the Seas
01.03. bis 17.03.2015

Eine Asien-Kreuzfahrt von Singapur bis Shanghai




01.03. / 02.03.2015 die Anreise
Wie üblich sind die Flüge nach Osten erst in den Abendstunden und wir hatten noch den ganzen Sonntag, aber so richtig genossen haben wir ihn nicht.
Fast pünktlich startet der Airberlin-Flieger von Berlin Tegel Richtung Abu Dhabi um 22 Uhr. Nach einer kurzen Nacht sind wir in Abu Dhabi und müssen uns am Transfer Schalter die Bordkarten ausdrucken lassen. Airberlin hatte Probleme mit dem Etihad System. Weiter geht es zum Terminal 3, gut dass wir ausreichend Zeit haben, denn der Weg ist weit. Auch jetzt startet unser Flieger pünktlich, macht dann aber eine Flughafenbesichtigungsfahrt auf dem Rollfeld. Den Grund hat man uns freundlich in arabisch erklärt und auch der Pilot gibt aus dem Cockpit die Informationen in der gleichen Sprache. Egal, wird starten nun endlich mit einer Stunde Verspätung und kommen nach 7,5 Stunden in Singapur an. Schnell wird noch eine Warteschleife gedreht und der ruhige Flug ist vorbei. Die Nacht war kurz für uns. Wir müssen unsere Uhren 7 Stunden vorstellen, es ist jetzt 22:30 Uhr Ortszeit in Singapur.
Die Einreisekarte haben wir im Flugzeug erhalten und ausgefüllt. Schnell und ohne anstehen geht es durch die Einreisekontrolle und lange Rollbänder bringen uns zum Gepäckband. Die Koffer sind bereits da und so gehen wir zum Taxistand. Gut organisiert wird einem das Taxi zugewiesen und wir erreichen nach kurzer Zeit unser Hotel ParkRoyal On Beach Road. Wir haben ein frisch renoviertes Zimmer und es sieht noch fast unbenutzt aus.
Wir machen uns etwas frisch und gehen in das nahe gelegene arabische Viertel, um noch etwas im Freien die warme Nacht genießen zu können. In einem Straßencafe beschließen wir um 1:30 Uhr den Abend, um noch die Hotelbetten ausprobieren zu können.




03.03.2015 Singapur
Viel zu früh klingelt der Wecker, aber wir haben noch einen langen Weg vor uns. Wir frühstücken in einem Subway und starten unsere Sightseeing-Tour. Es gibt einige Hoppon-Hoppoff-Linien, jedoch sind die Punkte, die man an einem Tag anlaufen kann, nahe beieinander und so laufen wir als erstes vom Hotel zum Marina Promedade Park.
Hinter jeder Biegung sieht man einen neuen Blick auf die Skyline von Singapur, auf den Flyer und zu dem Marina Bay Sands Hotel. 30° C haben wir überschritten und der Weg führt uns an der Boxengasse der Formel I vorbei. Viele Boote tummeln sich auf der Marina Bay. Entlang des Esplande Theaters gehen wir zum Weißen Löwen Merlion. Auf der anderen Seite der Esplanade Bridge befindet sich das edle Fullerton Hotel. Klein sieht es aus, umringt von den riesigen Hochhäusern. Den Singapore River gehen auf der einen Seite hoch bis zum Fort Canning Park und auf der anderen Seite durch die vielen kleinen Restaurants wieder zurück. Wir umrunden die Marina Bay, machen eine kleine Pause am Seerosen-Teich unter dem Dach des Art Science Museums und gehen den Fußweg zu dem Bay South Garden. Ein must do für jeden, der Pflanzen, verschlungene Wege und wunderschöne Parkanlagen mag. Die künstlichen Baum-Skulpturen passen sich perfekt in die Parklandschaft ein. Es sind nur drei Kilometer zu unserem Hotel und so unterbrechen wir unseren Weg und legen eine kleine Erfrischungspause ein.
21:30 Uhr, wir sind wieder an der Marina Bay und erwarten die Laser Show vom Sands. Nun, so richtig imposant finden wir es nicht und so gehen wir zurück in das arabische Viertel, suchen uns eines der vielen Straßenrestaurants aus und lassen uns ein leckeres Abendessen bringen. Dazu ein kühles Tiger bei ca. 23° C um 23 Uhr.








04.03.2015 die Einschiffung
Nach dem Frühstück werden die Koffer gepackt, der Hotelpage ruft ein Taxi und wir fahren zum Marina Bay Cruise Terminal. In der Halle gibt es Taxihalteplätze und sofort werden unsere Koffer ausgeladen und wir können zum CheckIn gehen. Nur wenige Passagiere sind vor uns und alles geht recht schnell voran. Wir erhalten die Bordkarten, müssen noch durch die Ausreisekontrolle und schon können wir an Bord der Mariner of the Seas.
Ein kurzer Rundgang, ein kleiner Snack und schon ist es 13 Uhr und wir können auf die Kabine. Im typischen Royal Caribbean Style ist unsere Balkonkabine 9692 sehr sauber. Das Bad ist nicht mehr das Neueste, aber auch hier ist alles sauber. Der Balkon mit zwei Liegen, zwei Stühle und ein kleiner Tisch, scheint frisch gestrichen zu sein.
Wir sind zufrieden und die erste Etappe der Kreuzfahrt kann beginnen.




05.03.2015 Kuantan, Malaysia
Um 8 Uhr erreichen wir den Industriehafen von Kuantan. Alles ist in rotbrauner Staubschicht eingehüllt. Die Erzberge werden aufgeschüttet, umgeladen und in Frachter verladen. Glühende Sonne, kaum Wind, da flimmert die Luft schon fast in Kupferfarbe. Zu Fuß den Hafen zu verlassen ist nicht möglich und erscheint auch wenig sinnvoll.
An Bord stehen wenige Ausflüge zur Verfügung. Nach Kuala Lumpur kann man mit dem Bus fahren, aber 277 km für eine Strecke ist uns doch zu aufwendig. Wir holen uns Shuttlebus Tickets an der Guest Relation und fahren ca. 45 Minuten zur Stadt. Die $ 14,- hätten wir uns aber sparen können. Endpunkt der Busfahrt ist überraschender Weise eine Shopping-Mall, dann gibt es noch ein Museum und als ich Einheimische nach weiteren interessanten Dingen befrage, kommen nur erstaunte Blicke. Hier? Nein, hier ist nichts Sehenswertes. Also fahren wir nach einem kurzen City-Rundgang mit dem Bus wieder zurück zur Mariner.




06.03.2015 Seetag
Wir sind nur wenige Meilen in die offene See gefahren, so dass kein Land mehr zu sehen ist. Das GPS-System hält die Mariner an ihren jetzigen Standort fest und so dümmpeln wir mit kaum Bewegung unter einem wolkenlosen Himmel.
Genügend Zeit, das Schiff kennen zu lernen und zu genießen.

Das Frühstück
Fast der wichtigste Teil des Tages und so hat man mehrere Möglichkeiten, um ihn zu beginnen.
Der Room Service bringt ohne Zuzahlung von 6:30 Uhr bis 10 Uhr das Frühstück in die Kabine. Das Bedienrestaurant Rhapsody in Blue hat von 8 Uhr bis 10 Uhr geöffnet und das Buffet-Restaurant Windjammer, hat am längsten, bis 10:30 Uhr geöffnet.
Die Zeiten ändern sich, wenn es das Tagesprogramm erfordert und so lohnt es sich immer, einen Blick in die tägliche Bordinformation Cruise Compass zu werfen.
Im Windjammer gibt es zwei gleiche Bereiche, jeweils mit asiatischen Frühstücksangeboten, Brot, Obst, Quark, Eier in verschiedenen Varientan und auch etwas Salami, Kochschinken und Käse. Varianten wie Lachs, geräucherter Schinken u.ä. fehlen leider.
Der Platz ist kaum ausreichend und so startet man mit der Suche nach einem freien Tisch. Der Geräuschpegel ist sehr niedrig, obwohl auch viele Kleinkinder an Bord sind. Am Seetag haben wir die Möglichkeit genutzt, im Crown & Anchor Club zu frühstücken. Angenehme Ruhe und hier auch smoked salmon und der Kaffee schmeckt als Latte machiato oder Cappuchino wesentlich besser. Der fruchtige Orangensaft ist ein guter Ausgleich für das fehlende Omelett. Von Clubraum geht eine Tür in den reservierten Außenbereich und so können wir im Freien das leckere Frühstück genießen.

Lunch
Im Windjammer Cafe ist das Buffet von 11:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet. Asiatische Gerichte werden angeboten, aber auch internationale, warme Speisen. Salate, Wurst und Käse sind in geringer Auswahl vorhanden. Hamburger und Hot Dogs mit French Fries und Sauerkraut gibt es auch und zum Dessert findet man einige Kuchensorten oder anderes.

Dinner
Das Abendessen wird in zwei Sitzungen mit fester Uhrzeit und der MyTime Sitzung mit persönlicher Uhrzeit im dreistöckigen Rhapsody in Blue Restaurant serviert.
Auf einer deutschen Speisekarte findet man genügend Auswahl an Vor-, Zwischen- und Hauptspeisen. Die asiatische Ausrichtung ist hier auch zu merken. Die Speisen werden vom freundlichen Servicepersonal schnell serviert. Lecker und gut gewürzt kann man sich das Abendessen in angenehm ruhiger Atmosphäre schmecken lassen.




Weitere Möglichkeiten
den Kalorienbedarf zu decken hat man im 24 Stunden geöffneten Promenaden Cafe. Zwei Spezialitäten Restaurants und das Johnny Rockets sollten vorher reserviert werden, es fallen zusätzliche Kosten an.
Aber wie wäre es mit einer German Thuringia mit Zwiebeln und Sauerkraut? Das Dog House auf dem Pool Deck ist am Nachmittag geöffnet.

07.03.2015 Singapur Back-to-Back
Wir sind wieder in Singapur und unser erster Kreuzfahrt-Teil ist beendet.
Um 8 Uhr können wir unsere neuen Bordkarten abholen und erhalten auch die Pässe, um in Singapur einreisen zu können. Das Windjammer Cafe ist an einem Ausschiffungstag nicht sehr lange geöffnet und so sind wir bald fertig und gehen von Bord. Kein Problem bei der Einreisekontrolle und wie geplant, steht der Hippo-Bus in der Vorhalle. Das Tagesticket kostet 33 SinDollar und da wir Singapur schon erlaufen hatten, wollen wir heute zwei Linien mit dem Bus fahren. Heiß ist es auf dem offenen Oberdeck, doch der Fahrtwind kühlt uns etwas. Über die üblichen Kopfhörer wird die Route mit vielen Hinweisen erklärt und wir sehen einige Punkte, die man beim nächsten Singapuraufenthalt besuchen sollte. Nach zwei Stunden Hippo laufen wir noch etwas und nehmen an der Marina Bay ein kühles Getränk zu uns. Den vorletzten Bus zum Hafen erreichen wir pünktlich und wir beginnen den zweiten Teil unserer Back-to-Back Kreuzfahrt.
Bis heute waren wir sechs Deutsche an Bord und nur wenige Langnasen aus anderen Ländern. Die Asiaten haben in meist angenehmer Art das Schiff dominiert. Durchsagen erfolgten in Englisch, Mandarin und Koreanisch. Zumindest die Zusammensetzung der Nationen hat sich geändert. Asiaten muss man jetzt fast suchen, aber die deutsche Sprache ist an jeder Ecke zu hören.




08.03.2015 Seetag
Für die meisten Passagiere ist heute der erste Tag der Kreuzfahrt und so geht es zum Frühstück etwas turbulent im Windjammer Cafe zu. Wir suchen uns einen 2er-Tisch und holen uns die bekannten Dinge, Abwechslung bei den Speisen gibt es leider immer noch nicht.
Die Sonne begleitet uns auf den Weg Richtung Vietnam und es ist wieder ein Tag, um das Schiff zu erleben.

Der Pool
Das Deck 11 bietet zwei große Poolbereiche an. Der Hauptbereich hat zwei Becken und eine große Anzahl von Liegen. Die Handtücher holt man sich aus bereit stehenden Wagen und bringt sie nach Gebrauch wieder zurück.
Das 1,60 m tiefe Becken bietet genügend Platz, einige Schwimmzüge zu absolvieren.
Der erste Kreuzfahrtabschnitt hat sich dafür besonders angeboten, fast leere Poolbecken und auch die in der Sonne stehenden Liegen waren leer. Jetzt beim zweiten Abschnitt ist es anders, so wie auch sonst, werden schnell alle Liegen belagert.
Der zweite Poolbereich ist das Solarium. Dieser Bereich ist auf der Mariner nicht überdacht, hier ist es alles etwas ruhiger und die hochgezogenen Wände bieten mehr Schattenplätze.

Sport & Fitness
Wer gut isst, der sollte auch für ausreichende Bewegung sorgen.
Für jeden gibt es da die passende Variante. Minigolf auf Deck 13, Shuffle-Board auf Deck 4 oder doch etwas Basketball oder die Kletterwand auf Deck 13.
Der Spa & Fitnessbereich erstreckt sich über Deck 11 und 12 im vorderen Schiff.

Die Royal Promenade
Die Schiffe der Voyager Klasse haben in ihrer Mitte das Zentrum für Information, Unterhaltung und Shopping. Hier findet man die Rezeption und den Ausflugsschalter, Geschäfte mit allen möglichen Angeboten, das Promenaden-Cafe, den Zugang zu weiteren Bars und dem Casino. Hier finden auch immer wieder Veranstaltungen statt, bei denen es sich lohnt, sie zu besuchen.




09.03.2015 Phu My, Vietnam
Bei strahlendem Sonnenschein haben wir heute Vietnam erreicht. Wieder liegen wir in einem Industriehafen, den man zu Fuß nicht verlassen sollte. Es ist kein Ort oder ähnliches in Sicht. Wir haben über Royal den Ausflug nach Vungtau gebucht und stehen etwas früher als sonst auf. Nach kurzer Wartezeit starten die klimatisierten Busse zu der 60 Minuten entfernten Stadt. Wir fahren zu dem Niet Ban Tinh Xa Tempel, können die 30 m hohe Jesus-Statue aus nächster Nähe fotografieren und haben immer wieder kurze Stops an schönen oder interessanten Punkten. Viel zu schnell sind 4 Stunden vergangen und wir sind zurück auf der Mariner of the Seas.






10.03.2015 Seetag
Heute ist der letzte Tag mit Temperaturen über 30°C und so nutzen wir ein paar Stunden, um auf dem Pooldeck zu relaxen.

Die Passagiere
waren bei der kurzen Kreuzfahrt hauptsächlich aus dem asiatischen Raum. Das Schiff ist fast ausgebucht. Es waren nur 6 Deutsche an Bord. Eine deutsche Bordzeitung gab es nicht, die deutsche Speisekarte beim Dining erhielten wir ohne nachzufragen.

Bei dem längeren Kreuzfahrt-Teilstück sind es gefühlt nur ca. 20% Asiaten. 157 deutschsprachige Passagiere sind an Bord. US-Amerikaner, Australier und Briten, sowie etliche Russen sind hier in der Mehrzahl. Das Schiff ist nur zu 2/3 ausgebucht. Die deutsche Bordzeitung gibt es auch bei diesem Teilstück nicht.
Eine internationale Hostess ist nicht vorhanden, sie ist – auf einem asiatischen Schiff – nicht erforderlich (O-Ton des Guestrelation-Chefs).

Der Service
ist fast immer sehr schnell, sehr freundlich und in einer angenehmen Art. Jeder hat vielleicht einmal einen schlechten Tag, aber nur selten bekommt man das zu spüren.
Die Mehrzahl bei den Bar- und Restaurantpersonal kommt aus China. Wenige von den Philippinen oder aus Indonesien.




11.03.2015 Hongkong, China
Heute ist eigentlich ein Seetag, denn erst um 22 Uhr legen wir in Hongkong am Kai Tak Cruise Terminal an. Wer möchte, kann jetzt noch an Land gehen, denn erst am nächsten Tag geht es wieder weiter.
Es nieselt, kalt ist es auch und so beenden wir den Abend bei einem Glas Wein in der Concierge Lounge.

12.03.2015 Hongkong, China
Man kann natürlich über die Reederei etliche Ausflüge buchen, ein eigener Plan bietet aber genauso viel Spaß in dieser phantastischen Stadt. Es fahren drei kostenfreie Shuttle-Linien zu U-Bahn Stationen, von denen man einen eigenen Ausflug beginnen kann.
Wir starten um 8 Uhr mit einem Taxi direkt in der Terminal-Halle. Umgerechnet ca. € 10 kostet die halbstündige Fahrt nach Harbour City. Der alte Kreuzfahrthafen wird jetzt von kleineren Schiffen angefahren, gleich daneben hinter dem Clock-Tower die Avenue of Stars, ein kleiner Abklatsch aus LA. Zurück zum Ferry-Hafen kaufen wir uns die Fähr-Tickets für ca. € 0,25 und fahren nach Hongkong Island. Es regnet und so gehen wir ein Stück durch die Häuser, die mit Verbindungsbrücken einen trockenen Weg bieten. Hinaus auf die Straße und nach einem kurzen Stück sind wir an der Station der Peak-Tram. Es ist nicht all zu voll und so können wir bereits mit der ersten Bahn die kommt abfahren, ohne weiter warten zu müssen. Steil geht es den Berg hinauf und der Blick hinab auf die riesige Stadt ist gewaltig. Oben angekommen haben wir mit dem Wetter nicht so richtig Glück. Es ist nebelig, oder sind es die Wolken? Nieselregen, Starkregen und wenige Minuten klare Sicht wechseln sich ab. Die Fotos haben auch in diesem Jahr nicht die perfekte Weitsicht.
Wir fahren wieder bergab und gehen die wenigen Schritte zum überdachten Fußgängerweg. Hoch über den Straßen gelangen wir auch bei Regen im Trockenen zur Straßenbahnhaltestelle am Queensway. Diese Fahrt ist ein besonders Erlebnis. Im dichten Verkehrsgewühl geht es in den ruckeligen Wagen in der oberen Etage zügig voran. Umgerechnet ca. € 0,26 kostet die Fahrt, bezahlt wird beim Aussteigen. Das Geld wird durch einen Trichter in eine Box geworfen. Der Fahrer wirft einen Blick darauf, Wechselgeld gibt es nicht. Am NorthPoint steigen wir aus, gehen durch kleine Straßen. Hier sind keine Touristen zu sehen. Ein kurzer Blick in den Fischmarkt und weiter zur Fähre. Perfekter Anschluss, man winkt uns schon, schneller zu gehen. Kaum eingestiegen, legen wir auch schon ab und fahren nach Kwun Tong. Es sind jetzt noch ca. 4 km zum Kai Tak Cruise Terminal. Der Weg ist aber nicht gerade einladend und so nehmen wir uns wieder eines der vielen Taxis und sind in wenigen Minuten im Cruise Terminal.
Ein schöner Hongkong-Tag ist vorüber und der Regen hat nur wenig gestört.








13.03.2015 Xiamen, China
Obwohl wir nördlicher als Hongkong sind, empfängt uns Xiamen, das Tor nach China, mit 20°C. Die 4-Millionen-Einwohner Stadt bietet eine bunte Mischung aus Strand, Industrie, strahlenden Hochhäusern und alten Wohngebieten. Viele Touristen aus China kommen hier her, um ihren Urlaub in der wärmsten Stadt Chinas zu verbringen.
Wir haben über das Schiff einen 4-stündigen Ausflug gebucht und können einen kleinen Eindruck von Xiamen mitnehmen. Bus fahren, kurze Besichtigungsstopps und ein langer Shopping-Stopp, dass organisieren wir lieber selbst, aber in dieser unbekannten Stadt erschien es uns als beste Möglichkeit. Straßenschilder, Hinweise u.ä. gibt es hier nur in chinesischen Schriftzeichen.




14.03.2015 Seetag
Der letzte Tag um die Mariner of the Seas zu erkunden ist angebrochen, aber auch der Tag, um die Koffer unter dem Bett hervorzuholen und alles einzupacken.
Bisher hatten wir auf Royal Caribbean immer einen Abreisefragebogen, wo die geplante Abflugzeit, der individuelle Transfer o.ä. angegeben werden konnte. Das wird jetzt anders gelöst. Die Ausschiffungszeiten werden vom Schiff festgelegt und man erhält die entsprechenden Ausschiffungsnummern. Für jede Nummer ist eine Uhrzeit und ein Wartebereich vorgegeben, so dass es eine geordnete Ausreise gibt.
Wir haben die Nr. 2 erhalten und als Top Tier Guest werden wir von Bord gehen, wenn unser Transfer am Hafeneingang warten wird.




15.03.2015 Shanghai, China, die Ausschiffung
Wie an jedem Ausschiffungstag herrscht ein ziemlicher Trubel. Da wir genügend Zeit haben, gehen wir noch einmal im Windjammer frühstücken, holen unser Handgepäck und gehen ganz relaxt von Bord. Die Einreise in China geht ohne Wartezeit und so sind wir 15 Minuten nachdem wir die Kabine verlassen haben, bereits bei unseren Koffern.
Der Weg zum Hafeneingang ist doch etwas weiter als gedacht, es ist nur eine Brücke, aber eine ganz lange. Unser Transferservice findet uns und so winken wir der Mariner of the Seas noch einmal zu und lassen uns zum Hotel Astor House bringen. Neben Einstein und anderen Persönlichkeiten der Geschichte, sind auch wir in einem Hotel, drei Minuten vom Bund entfernt. Der Transferservice ist noch beim Einchecken behilflich und wir können bereits jetzt auf unser Zimmer. Wir wechseln die Schuhe und starten unseren Rundgang durch Shanghai. Wir gehen zum Bund, alles ist nebelverhangen und das kann auch der beste Fotoapparat nicht ausgleichen. Mit der kleinen Bahn fahren wir durch den Sightseeing Tunnel unter dem Huangpu Fluß in den Stadtteil Pudong. Hier sind wir dicht beim Oriental Pearl Tower, aber auch hier ist seine Spitze nur zu erahnen.
Zurück zum Bund gehen wir zur Nanjing Road, die Shopping Meile in Shanghai. Ein kurzer Snack zwischendurch und weiter bis zum Peoples Square.
Den Abend beschließen wir im Astor House in der Hotel Bar.








16.03.2015 Shanghai, China
Nach einem kargen Frühstück, die chinesischen Angebote schmecken uns noch immer nicht, geht es wieder zum Bund und nein, die Wolken sind immer noch nicht weg.
Wir gehen zum Yu Garden und gleich daneben durch den Touri Markt.
Die Zeit vergeht viel zu schnell und wir müssen zurück zum Hotel. Unser Transfer zum Flughafen wird uns um 18 Uhr abholen. Der Verkehr in Shanghai erfordert viel Geduld, aber wir haben genügend Zeit eingeplant. Checkin ist ein einfacher Vorgang, sind aber die Ticketnummern im System nicht (oder nicht mehr) hinterlegt, dann ist es schon kompliziert. Wenn dann noch die Koffer am Checkin-Schalter durchleuchtet werden und sich in einem Täschchen ein Feuerzeug befindet, ja, da muss man dann suchen, wo es ist bevor es in den Müll verschwindet.

16.03.2015 die Rückreise
Etwas Verspätung hat der Ethiat-Flieger bevor unser Horrorflug beginnt. Kein Unwetter, keine Entführung, kein technisches Problem, aber gefühlte 99% Chinesen und das auf engstem Raum. Bronchieninhalte in Näpfe, Aschenbecher o.ä. zu entsorgen, das kennt man. Der China-Mann hinter uns hat aber eine leichte Bronchitis und musste hallt die KT für die Flüssigkeitsentsorgung benutzen, ca. alle 12,5 Minuten. Er muss sich auch ab und zu die Beine vertreten, wer nicht, aber warum bleibt er an unserer Sitzreihe stehen, um seine reichlich vorhandenen Darmwinde abzulassen? 10 Stunden Flug! Nie habe ich eine Landung so herbeigesehnt!
Kurze Wartezeit, Airberlin hat nur wenig Verspätung, weil man auf Passagiere warten muss (warum warten die nie auf uns?), endlich etwas essen, 7 Stunden von Abu Dhabi bis TXL, Sonnenschein in Berlin und unser Auto ist auch noch da.

Fazit
Es war ein schöner Urlaub. Nicht alles war perfekt und das Wetter hätte an den letzten Tagen etwas sonniger sein können.
Die Mariner of the Seas wird als asiatisches Schiff von deren Mitarbeitern dargestellt. Internationales Publikum wird als Beiwerk akzeptiert und man geht nur minimal auf deren Wünsche ein. Jedoch ist der sehr gute Service um jeden Gast bemüht und überzeugt mit ansprechender Leistung.
Die asiatischen Passagiere haben natürlich ihre uns ungewohnten Eigenarten, jedoch ist es während der Kreuzfahrt nie unangenehm oder störend.
Die Route war so, wie wir es uns vorgestellt haben, nur der Industriehafen in Kuantan war unpassend.
Unsere Entscheidung für den Ablauf mit Vorprogramm in Singapur und Nachprogramm in Shanghai war die richtige Wahl.
Benutzeravatar
KM
Themenstarter
Käpt’n
Käpt’n
 
Beiträge: 2155
Bilder: 104
Registriert: 20. Okt 2013, 13:00
Wohnort: Hohen Neuendorf
die erste Kreuzfahrt war mit: Norwegian Sea

Zurück zu Gäste-Bereich

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Kreuzfahrten bucht man beim Kreuzfahrt-Klaus
das Team freut sich auf Ihre Buchungsanfrage.
Impressum