Reisebericht für Gäste: Celebrity Millennium / Asien

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Reisebericht für Gäste: Celebrity Millennium / Asien

Beitragvon KM » 21. Mär 2014, 00:27

Damit die vielen unregistrierten Gäste im KF2 wieder etwas zum Lesen haben, stelle ich gern unseren Reisebericht hier im öffentlichen Bereich ein.
Viel Spaß dabei und vielleicht treffen wir uns im geschlossenen Forums-Bereich wieder, es warten 198 Reiseberichte darauf, gelesen zu werden!



Reisebericht: Celebrity Millennium / Asien / 04.2013 / KM & PetKla
© PetKla 04.2013

Celebrity Millennium
09.04.2013 bis 26.04.2013

Asien-Kreuzfahrt von Hongkong bis Shanghai

Wir wollen in diesem Jahr einen Urlaub mit asiatischen Eindrücken erleben.
Die Route mit der Millennium bietet mit 14 Nächten eine gute Auswahl an Anlaufhäfen.



09.04.2013 – Dienstag – die Anreise
Berlin – Doha - Hongkong
Unser Taxi steht bereits 30 Minuten vor der Zeit an der Haustür, aber die Koffer stehen bereit und es kann losgehen.
Der Flug mit Qatar-Airlines startet pünktlich und wir sind mit Beinfreiheit, Service und dem Essen sehr zufrieden. Nach 5:45 Stunden landen wir in Doha.
Es ist Mitternacht, in dem Shoppingbereich des Transitbereiches tobt das Leben.
Die zwei Stunden Umsteigezeit reichen in dem gut organisierten Flughafen aus.
Schnell das free WiFi genutzt und schon beginnt das Boarding.
Nochmals 6:45 Stunden und wir landen in Hongkong.
Müde stehen wir am Gepäckband und warten, und warten.
Inzwischen kommen die Koffer der nächsten Maschine und nur noch wenige Passagiere aus Doha stehen und warten. Wir fragen nach, der Zoll kontrolliert. Warum gerade unsere Koffer? Nach einer Stunde kommen sie und es geht weiter zum Hotel Meeting Point. Man findet uns auf der Liste und wir werden zum Wartebereich gebracht, von wo uns ein paar Minuten später der Busfahrer abholt.
Alles perfekt organisiert und immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht.
Die Fahrt Flughafen – Hotel dauert ca. 30 Minuten.




10.04.2013 – Mittwoch – das Hotel
Hongkong
Das Royal Pacific Hotel ist im Ferry-Terminalgebäude gelegen.
Untergeschoss und die ersten beiden Etagen sind ein Shoppingcenter, dann eine Etage Ferry-Abfertigung mit Wartebereich, dann die Hoteletage mit zwei Hotel-Türmen. Über das Parkhaus fährt der Bus direkt vor die Lobby und hier werden wir vom angenehmen Service des Hotels empfangen. Kofferboy, Check-In, der Weg zum Fahrstuhl, an jeder Ecke steht ein Englisch sprechender Chinese bereit und wir werden zum Zimmer auf Etage 19 geleitet. Alles ist sauber, mit großem Bett und riesigem Badezimmer.
Nach einer erfrischenden Dusche machen wir uns auf zum ersten Rundgang in Hongkong. Es nieselt, der Himmel ist wolkenverhangen. Vorbei an dem Ocean-Terminal gehen wir bis zur Avenue of Stars. Hongkong ist faszinierend, aber es regnet. Zurück zum Hotel geht es durch Straßen mit einem ganz eigenen Flair, durch Malls gefüllt mit Nobelmarken, durch Seitengassen mit Unrat und stinkendem Abfall. Unterwegs geht es zu einem Restaurant, wo wir vietnamesische Gerichte nach unserem Geschmack finden. Erschöpft beenden wir den ersten Tag in Hongkong.




11.04.2013 – Donnerstag – die Einschiffung
Hongkong
Neben dem Hotel beginnt Harbour City, es beginnt mit dem Gateway Center und erstreckt sich bis zum Ocean Center mit dem Ocean Terminal. Wir wollten ursprünglich die kurze Entfernung an den Terminals entlang laufen. Der Regen ändert die Planung und so laufen wir durch die Shopping Center, bis wir dann plötzlich vor dem Bereich des Check-In stehen.
Hier beginnt das Chaos. Lange Schlangen, keine richtigen Ausschilderungen, wir haben noch immer die Koffer in der Hand. Wir werden zur Schlange der Elite-Member geleitet, die Koffer immer noch dabei. Mir reicht es und ich gehe zurück, frage nach der Kofferabgabe, unten, wir sind ja hier in der ersten Etage.
Also die Rolltreppe hinab, nichts zu sehen, den Gang weiter, bis zum Eingang, Kofferabgabe? Ja, im ersten Stock, ganz hinten. Da komme ich her, also nächste Rolltreppe hoch, nein, ist unten, da muss man fragen. Jetzt steht ein Mädel dort und leitet mich zur Straße, wo dann die Kofferabgabe ist. Kommt normaler Weise keiner durch die Shopping Center zum Terminal? Es regnet, mein T-Shirt wird immer nasser, aber von innen, ich schwitze. Die Koffer abgegeben und nun zurück zum Check-In.
Petra ist in der ganzen Zeit 10 m weitergekommen. Die ersten bekannten Gesichter sind in den Schlangen der wartenden Menschen aufgetaucht. Viel zu wenig Schalter bearbeiten die Menschen, die dicht gedrängt auf zu kleinem Raum ausharren. Nach 1,5 Stunden haben wir es geschafft und sind an Bord.
Die Kabinen sind bereits freigegeben und so können wir unser Handgepäck abladen, einen kurzen Snack im Ocean View zu uns nehmen und zum zweiten Hongkong Rundgang wieder von Bord gehen.
Wir fahren mit der Star Ferry nach Hongkong Island. Problemlos kauft man sich die Token (IFahrschein) am Automaten. Man kann die HKD 2,50 auch mit HKD 10 oder HKD 20 Scheinen bezahlen und erhält vom Automaten das Wechselgeld. Wir fahren in den Central District und lassen uns durch die Straßen treiben. Mal auf den Straßen, mal in den zweiten Etagen von einem Center zum Nächsten. Ein Vorteil bei Regen und man hat so auch die Möglichkeit, Straßen zu überqueren.
Die Tram, die Hochhäuser, die Straßenführung, es ist alles ein beeindruckendes Geschehen.




12.04.2013 – Freitag
Hongkong
Heute wollen wir mit der Peak Tram auf den Peak fahren und so geht es gleich nach dem Frühstück mit der Fähre nach Hongkong Island. Dann der kurze Weg zur Station der Seilbahn. Die Warteschlangen sind nicht allzu lang und wir können bald die teilweise steile Auffahrt zum Peak mit fantastischem Ausblick genießen. Oben angekommen kann man über Rolltreppen zur Aussichtsplattform fahren und hat einen traumhaften Blick über Hongkong. Die Sonne meint es gut mit uns und scheint einige Minuten, um uns den Ausblick noch zu verschönern.
Der Rückweg wird von der Uhr bestimmt, denn heute legt die Celebrity Millennium pünktlich um 21:30 Uhr ab. Es muss jedoch vorher das Prozedere der Hongkong-Ausreise, der Taiwan-Einreise und auch die Rettungsübung erledigt werden.




13.04.2013 – Sonnabend
Seetag
Endlich können wir etwas ausspannen und uns die renovierte Millennium etwas näher betrachten.
In den Kabinen wurden die Sitzmöbel und die Betten ausgetauscht, auch die Beleuchtung in der Nasszelle.
Die Aqua-Kabinen wirken etwas aufgesetzt, sie haben keine Balkonüberdachung.
Die zusätzlichen Restaurants, Blu, Quisine und Cellar Masters, versuchen sich im bestehenden Schema einzuordnen. Die Cosmos-Lounge wurde reduziert, um Platz für Kids und Teens zu gewinnen.
Auch im Pool-Bereich sieht man Ansätze, um sich der Solstice-Klasse anzupassen.
Im Buffet-Restaurant Oceanview Cafe wurden die Relings für die Tabletts entfernt, der kantinenartige Eindruck ist dadurch nicht mehr so stark.




14.04.2013 – Sonntag
Keelung / Taiwan
Im Theater treffen sich die Ausflügler und müssen sich den Button mit der Busnummer für ihre Tour holen. Wir gehen von Bord und haben im Bus die Sitzplätze in den ersten Reihen. Es geht nach Taipeh und unser Tourguide ist unermüdlich dabei, uns die Geschichte von Taiwan, China und Formosa beizubringen. Natürlich fahren wir zu dem Lungshan Tempel und können hier im Regen den Räucherkerzen zusehen. Der Trubel lässt sich auch von dem schlechten Wetter nicht abschrecken und die Schönheit des Tempels kommt nicht zur Entfaltung. Weiter geht es zum Taipei 101. Mit dem Expresslift fahren wir in 35 Sekunden zum 89. Stockwerk. Ein wunderschöner Ausblick über Taipei, nur Richtung Ost und Süd wird der Blick von einer dicken Regenwolke versperrt.




15.04.2013 – Montag
Seetag
Wir stehen auf und können es kaum glauben, die Sonne scheint auf unseren Balkon.
Schnell legen wir uns am Pool auf die Liegen mit den weichen Auflagen. T-Shirt ausgezogen und ohne Sonnencreme eingeschlafen und mit Sonnenbrand aufgewacht. Nach dem Mittagssnack genießen wir nochmals die Sonne, jetzt sind wir auf Sommer eingestellt.

16.04.2013 – Dienstag
Nagasaki / Japan
Wir haben wieder einen Ausflug gebucht und sind schon früh auf dem Weg zum Atombomben-Museum. Erschütterde Bilder dokumentieren die Zeit ab dem 09. August 1945. Im Peace Park steht die Peace Statue und viele Monumente, die eindrucksvoll das Grauen, aber auch die Hoffnung auf einen Weltfrieden zum Ausdruck bringen.
Am Nachmittag gehen wir nochmals in die Stadt, der Hafen liegt direkt neben der Hauptstraße, und unternehmen einen Rundgang um den Glover Garden.
Zum Abschied erhält die Millennium eine Tanzvorführung von japanischen Mädchen, die von einer kleinen Kapelle begleitet wird. Wir bedanken uns mit großem Applaus und ein Godbye und Aufwiedersehen kommt zurück. Viele Hände winken und etliche Passagiere haben feuchte Augen vor Rührung.




17.04.2013 – Mittwoch
Busan / Südkorea
Vom Hafen kann man für US$ 10 mit dem Taxi nach Busan City fahren. Zu Fuß ist der Hafenbereich uninteressant. Die turbulente, etwas schmuddelige Stadt bietet als Highlight den Fischmarkt, mit lebenden Fischen, den Gukje Markt und etwas weiter entfernt den Busan Tower.




18.04.2013 – Donnerstag
Jeju / Südkorea
Auf dieser Vulkaninsel bietet sich ein Ganztagesausflug zum Vulkan an. Es gibt aber auch kürzere Ausflüge zum Museum über die Entstehung mit der Geschichte von Jeju, zum Drachenkopf und natürlich zu einem Touri-Shop.




19.04.2013 – Freitag
Seetag
Die Nacht war kalt und stürmisch und der Poolbereich gleicht einer ausgestorbenen, verlassenen Trauerlandschaft, aber im Inneren tobt das Leben. Endlich Zeit für Fitness & Spa, ein Mocca bei lustigen Gesprächen, Wine Tasting oder Boutique-Besuch, die Zeit bis zum Abendessen geht viel zu schnell vorbei.

20.04.2013 – Samstag
Tianjin/Peking / China
Sehr früh erreichen wir Tianjin, den Hafen des Kaisers, aber bereits gestern wurde uns mitgeteilt, dass die Freigabe des Schiffes erst gegen 8:30 Uhr erfolgen wird.
Nervös stehen viele am Ausgang bereit, denn die 2/3-Tagesausflüge waren oft schon um 7:30 Uhr geplant. Unser Ausflug hat KFK organisiert und er soll um 9:00 Uhr beginnen.
Mit etwas Verspätung passieren wir die chinesische Einwanderungsbehörde und finden schnell unseren Tourguide. Mit dem Kleinbus geht es ca. 250 km nach Peking und dort weiter zur Großen Mauer bei Mutianyu. Die Sonne scheint durch den diesigen Himmel und wir fahren mit der Seilbahn hoch zum Bergkamm, um dann auf die Mauer aufzusteigen. Die Größe der Mauer ist faszinierend. Wir haben genügend Zeit, um eine kleine Strecke abzulaufen, bevor wir mit der Seilbahn wieder hinab fahren. Es geht zum Hotel Sun World, wo wir für eine Nacht einchecken.
Nicht weit vom Hotel entfernt ist die Garküchenstraße und mit einem Spaziergang dorthin beschließen wir den Tag.




21.04.2013 – Sonntag
Peking / China
Viel zu früh klingelt der Wecker, aber um 8:00 Uhr steht unser Guide vor dem Hotel bereit und wir fahren zum Tian´anmen Platz. Es geht in die Verbotene Stadt zum Kaiser Palast. In perfektem deutsch erhalten wir immer wieder Erklärungen, haben aber auch genügend Zeit für eigene Erkundungen. Unser Guide holt Eintrittskarten, wenn wir noch mit dem Fotografieren beschäftigt sind. Er ist ein 5*-Guide und wir sind sehr zufrieden. Weiter geht es zum Himmelstempel, vorbei an der Echo Mauer. Die Zeit vergeht viel zu schnell und wir müssen die lange Rückfahrt nach Tianjin antreten.




22.04.2013 – Montag
Tianjin / China
Die Sonne bleibt heute im Dunst verborgen und unser heutiger Guide ist pünktlich vor dem Hafengebäude. Wir haben in Tianjin den Besuch der Alten Kultur Straße und den Da Bei Yuan Tempel geplant. Beides wieder ein besonderes Erlebnis und etwas Zeit, um durch einen ganz normalen Markt zu gehen, verbleibt auch noch. Dann fahren wir zurück zum Hafen, denn heute geht die Kreuzfahrt weiter Richtung Shanghai.




23./24.04.2013 – Dienstag/Mittwoch
Seetag
Mit 14 Knoten tuckern wir durch das diesige Wetter. Das Thermometer steigt auf 12°C und die Sonne scheint den Kampf aufzugeben.
Erholung von unserem Pekingausflug, nochmals die Details der Celebrity Millennium erkunden, ein langes Gespräch mit Milana, der Int. Hostess und dann beginnt bereits das Kofferpacken.
Den letzten Abend unserer Kreuzfahrt verbringen wir mit einem vorzüglichen Essen im Olympic. Von der Vorspeise bis zum Dessert, alles ist perfekt zubereitet und wird der klassischen Atmosphäre entsprechend serviert.

25.04.2013 – Donnerstag
Shanghai
Die Ausschiffung beginnt verspätet, da die Freigabe durch die chinesischen Behörden etwas länger dauert.
Wir fahren mit dem Celebrity-Flughafenshuttle zum Airport und nehmen uns ein Taxi für den kurzen Weg zu einem Flughafenhotel.
Klein, billig, aber wir wollen nur bis zum Abend bleiben und um noch einmal unter der Dusche zu stehen, dafür reicht es.
Der Hotelshuttle bringt uns zur Metro, wir fahren ca. eine Stunde in die Shanghai City und haben bei ungewohntem Sonnenschein genügend Zeit für die Nangjing Road, dem Bund, dem Stadt Tempel, einen kurzen Blick in den Yu Garten und ein wenig Zeit im Touri-Markt.



Die Metro bringt uns zurück, aber mein chinesisch reicht nicht aus, um den Hotelshuttle zum Bahnhof zu bestellen. Der englischsprachige Fahrer hat schon Feierabend und an der Rezeption ist auch nur eine nette Chinesin.
Wir fahren eine Station weiter zum Airport. Jetzt ist unser Fahrschein unterbezahlt und die wir kommen nicht durch den Ausgang. Wir lösen die € 0,12 nach und gehen zum Taxistand.
Die Adresse, kennt der Fahrer nicht, das Hotel auch nicht. Nach 30 Minuten rufe ich das Hotel an, gebe mein Handy dem Fahrer. Die Richtung ist jetzt besser, aber wo es dann zum Hotel geht, muss ich ihm zeigen. So sind aus 5 Minuten eine Fahrzeit von 45 Minuten geworden.
Unter die Dusche, ab zum Flughafen, Checkin, 9 Stunden Flug mit Rütteln und Schütteln, dann landen wir in Doha.
Die letzte Etappe nach Berlin werden wir auch noch schaffen und dann ist ein besonderer Urlaub wieder vorbei.

Fazit
Unsere Kreuzfahrt hat mit allen Häfen mehr als ausreichend Highlights gehabt.
Etwas Vorprogramm in Hongkong und ein kurzes Nachprogramm in Shanghai sind sehr zu empfehlen, um diese faszinierenden Städte wenigstens ein Bisschen erleben zu können. In Peking ist ein Ausflug mit einer kleinen Gruppe und einem deutschsprachigen Guide die optimale Lösung. Nagasaki, Taipeh101, Jeju, - alles erlebnisreiche Ziele mit einer besonderen Andersartigkeit.
Das Wetter war eher kühl, nur ganz selten sonnig. Davon sollte man sich aber nicht abhalten lassen, denn diese Kreuzfahrt ist keine reine Erholungsreise und es wäre zu schade, die Ziele an Land nicht gesehen zu haben.
Den besonderen Spaß hat man natürlich, wenn man diese Kreuzfahrt mit KF-Freunden zusammen erleben kann.
Vielen Dank, dass ihr dabei gewesen seid!
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die erste Kreuzfahrt war mit: Norwegian Sea

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